Asthma und (Schul)-Sport
Bei manchen Kindern löst körperliche Anstrengung Beschwerden aus. Trotzdem sollten Kinder mit Asthma nicht vom Schulsport befreit werden. Kinder brauchen Bewegung für eine gesunde Entwicklung. Folgende Regeln sollten berücksichtigt werden:
- Wenn Ihr Kind unter Belastungsasthma leidet, sollte der behandelnde Arzt zunächst die antientzündliche Dauertherapie so optimieren, dass die Atemwege möglichst wenig empfindlich reagieren und das Kind wieder belastbarer wird.
- Der behandelnde Arzt wird mit Ihnen besprechen, ob und welche Medikamente gegebenenfalls vorbeugend ca. 15 Minuten vor Beginn der Belastung eingenommen werden sollten.
- Ein raschwirksames, die Atemwege erweiterndes Medikament sollte für den Bedarfsfall griffbereit sein.
- Informieren Sie den Sportlehrer über die Asthma-Erkrankung Ihres Kindes und die damit verbundenen Probleme und Besonderheiten. Erklären Sie ihm, wie Ihr Kind sich im Falle eines Asthmaanfalls während der Sportstunde verhalten soll (Notfallspray inhalieren, Atem erleichternde Körperstellung, Lippenbremse).
- Unverzichtbar für Asthmatiker ist eine intensive, möglichst in Intervallen gestaltete Aufwärmphase. Ein "Kaltstart" ist in jedem Falle zu vermeiden.
- In Phasen, in denen es Ihrem Kind schlechter geht (z.B. wegen eines Atemwegsinfektes oder wegen des Kontakts mit Allergenen z.B. in der Pollenzeit), muss gegebenenfalls einige Zeit auf die Teilnahme am Schulsport verzichtet werden.